„Müll rein, Müll raus?!

www.cmsattler.com - Müll rein, Müll raus!

In der Digitale Transformation existieren zwei Sichtweisen auf die Realität.

  1. Die physisch greifbare Realität: Die Menschen, Maschinen, Werkzeuge, Werkstücke sowie die Prozesse.
  2. Die Daten, die Menschen, Maschinen, Werkzeuge und Werkstücke während eines Prozesses erzeugen und den digitalen Zwilling abbilden.

Was meinte Prof. Dr. Karl Schmedders in seiner Vorlesung am letzten Wochenende an der IMD Business School International Institute for Management Development (IMD), in Lausanne, in der Schweiz, wenn er immer wieder bei Daten von „Müll rein, Müll raus!“ sprach?

Hier ein Beispiel aus meiner Vorlesung am International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne, Schweiz, vom letzten Wochenende: „Ein Unternehmen bat mich, dass ich aus der Datenmenge der letzten 40 Jahre (170 TB) Abhängigkeiten eines Produktionsprozesses von Makroklima und Mikroklima ableite, damit diese Erkenntnisse in Prognosemodelle für zukünftige Produktentwicklungen einfließen können.“ Was hat das mit „Müll rein, Müll raus!“ zu tun? Hier drei Beispiele:

  1. Die Produktionsdaten, die von den Speicherprogrammierten Steuerungen (SPS) ermittelt werden, konnten exportiert werden. Die SPSen lieferten uns zum Beispiel für ein schaltbares Ventil die Rohdaten Datum, Uhrzeit und Schaltrichtung (öffnen oder schließen). Mit diesen Rohdaten konnten keine statistischen Analysen und stochastischen Prognosen für die Aufgabenstellung berechnet werden. Wir benötigten den Zeitraum zwischen zwei Schaltungen. Diese mussten erst errechnet werden.
  2. Des Weiteren benötigten wir Makroklimadaten aus der Region und Mikroklimadaten aus den Produktionsgebäuden. Die Makroklimadaten konnten wir über einen Anbieter von Wetterdaten hinzukaufen. Die Mikroklimadaten lagen in verschlüsselter Form auf Dataloggern vor. Eine Export-Software für die verschlüsselten Daten existierte nicht und der Datenlogger-Hersteller weigerte sich diese zu entwickeln. Es existierten ausschließlich kumulierte Tageswerte auf Thermopapier ausgedruckt. Die Mikroklimadaten lagen defacto nicht in brauchbarer digitaler Form vor.
  3. Die Mitarbeitenden der F&E-Abteilung sowie der Produktion hatten sich auf ein Format der Dokumentation geeinigt, damit die Daten untereinander vergleichbar werden. Das Problem war, dass dieses Datenformat individuell durch die Mitarbeitenden erweitert oder gekürzt wurde. Ein automatisches Einlesen der 1,4 Mio. Dateien und das Auswerten der Messwerte war so nicht möglich.

Wie man diese Art des Datenmülls auflöst, das beschreibe ich in meinem BuchDaten einfach anders denken! – Das unentdeckte Gold der Unternehmen!“, das im Q1.2022 erscheinen wird, und in den Online-Veranstaltungen von „Mittelstand GOES Digital 4.0“.

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